Für die Schule: Der Nazi Atlas

Shambo sorgt sich um die Bildung unserer Jugend. Auf Befragung hin können gerade mal 20 Prozent der Jugendlichen angeben was in Nazi-Deutschland und während des Zweiten Weltkries eigentlich abgelaufen ist.

Juden und Bücherverbrennungen

Dazu regiert gefährliches Halbwissen. Krude Theorien von Juden die ihre Bücher verbrannt haben und der heckenschützenmäßigen Ermordung von nicht-naturblonden Menschen machen auf Schulhöfen die Runde. Dass auch heute noch Menschen aus national-rassistischen Gründen gleich hier bei uns getötet werden, ist vielen nicht mal bekannt. Das soll jetzt der neue Nazi-Atlas ändern. Wir werden diesen mit einer Spende unterstützen und rufen darüber hinaus dazu auf, diesen als Lehrmittel an Schulen zuzulassen.

Worum geht es beim Nazi-Atlas?

Der Atlas Rechtes Land will die Orte der extremen Rechten, ihre Verbände, ihre Morde, ihre Überfälle, ihre Termine und aktuelle Vorhaben kartieren. Um sie für alle sichtbar zu machen. Online, auf eine praktische und handhabbare Weise über eine interaktive Karte im Browser, damit es eine unabhängige, leicht zugänglicher Quellensammlung rund um extreme Rechte und Nazivergangenheit gibt. Die Inhalte und Daten sollen unter einer relativ freien Lizenz stehen (CC BY-NC) und wo möglich als Open Data veröffentlicht werden.

Widerstand und Engagement gegen Rechts

Es werden aber auch Widerstand und Engagement verzeichnet. Und nicht zuletzt geht es darum, Orte des Erinnerns an die Nazivergangenheit zu zeigen und die über 100 Jahre alte Geschichte von Faschisten und Rechten im Land zu dokumentieren.

Zudem soll ein Recherchewiki aufgebaut werden, das zwar öffentlich zugänglich ist, aber nicht von jedem mitgeschrieben werden kann. Szene-KennerInnen und AutorInnen aus dem Umfeld des apabiz e.V. werden dazu eingeladen, es mit zu befüllen und zu pflegen. Auch Journalisten sollen sich hier informieren können.

Warum soll ich spenden?

Die Initiatoren des Nazi-Atlas benötigen mindestens 5000 Euro, um einen Grundstock zu recherchieren, Datensätze aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und diese dann in den Atlas einzupflegen. Dafür sollen zwei Personen für einige Zeit beschäftigt werden, die auch das Wiki aufbauen werden.

Ein möglicher Überschuß fließt in den Topf für die Beobachtung des NSU-Prozesses, der im kommenden Jahr in München beginnt.

Wer macht den Nazi-Atlas?

Träger des Projekts ist das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum e.V. (apabiz). Unterstützt wird es in der technischen Umsetzung durch die Firma Lokaler und in der Öffentlichkeitsarbeit durch 2470 media.

Hm, lasst mal sehen, zweimal schwarzfahren oder anderthalb Cafe Latte bei Starbucks oder einmal Augenbrauen zupfen beim Friseur. Mit 5 Euro bist Du dabei! Daumen hoch.

Spenden kannst Du hier

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