Zieh deine Unterwäsche aus

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Zieh deine Unterwäsche aus“ ist die erste Anweisung per SMS. Es ist zwei Uhr morgens, ich stehe gelangweilt mit ein paar Freundinnen im Club. Und hänge sofort an der Angel. Unterwäsche ausziehen? Klar, schon mal ne Jeans ohne Slip getragen? Egal, ich finde den Gedanken heiß, gehe auf’s Klo, ziehe meine Unterhose aus und schmeiße sie ganz unten in meine Tasche. Einen BH trage ich heute eh nicht. Ich verabschiede mich schnell, verschwinde noch schneller im Taxi. Fuck, wo muss ich eigentlich hin? Schnell noch nach der Adresse fragen. Okay ich bin nervös. Richtig nervös. Was mache ich denn gerade? Fahre ich gerade zu einem Typen, dessen Nachnamen ich nicht mal kenne, um mich von ihm fesseln und vögeln zu lassen? Die Chancen, dass er ein psychopathischer Frauenmörder ist, stehen 50/50. Okay, wir haben ein Safeword ausgemacht. Ob das im Ernstfall hilft, wage ich zu bezweifeln.

Vor der Tür laufe ich aufgewühlt hin und her. Ohne Unterwäsche. Soll ich nicht sofort wieder fahren? Hab ich das so nötig? Ja habe ich. Habe ich jemandem seine Adresse geschickt? Jaja hab ich? Telefonnummer auch? Auch.

Ich gestehe ihm per SMS, dass ich echt Schiss habe. Und ich nicht weiß, wo ich klingeln soll. Er schreibt irgendwas von Schnaps und meinen Nachnamen. Gleicher Nachname? Okay lets do this!

Meine Knie sind Pudding als ich die Treppe in den zweiten Stock im schicken Neubauloftgebäude hoch laufe. „Ich will, dass du dich im Flur anfängst auszuziehen, bis ich dir die Tür auf mache!“ Auf gar keinen Fall!

Was mache ich denn, wenn er mir nicht gefällt? Oder komisch riecht? Egal, zu spät, die Tür geht auf und vor mir steht der heißeste Namensvetter der Welt. Ich könnte heulen vor Glück.

Ich will was sagen, er küsst mich, beißt mir auf die Lippe und zieht mich in die Wohnung. Im großen Wohnzimmer steht eine gepolsterte Bank, auf ihr liegen diverse sauber aufgerollte Seile. Ich muss schlucken.

Klar habe ich Erfahrung mit Fesselspielchen beim Sex. Atemkontrolle, blaue Flecken und Klaps auf den Hintern inklusive. Aber Bondage und echte SadoMaso Erfahrungen habe ich nicht. Deswegen bin ich hier. Aber ich bin mir noch nicht sicher, ob die Anonymität das ganze vereinfacht oder nicht.

Der Schnaps hilft. Und dass er die Führung sofort übernimmt. Wir sitzen auf dem Sofa. „Schließ‘ deine Augen!“ Okay. Nichts passiert. Nach ein paar Momenten blinzle ich vorsichtig und bekomme die erste Ohrfeige. „Lass die Augen zu!“ Ganz schöne Herausforderung, wenn vor dir ein Mann steht, den du nicht kennst und du nicht weißt, was passiert. Aber die Ohrfeige hat nicht weh getan, irgendwie finde ich das tatsächlich gut. Kurz schwappt der „IchbineineemanzipierteFrauichdarfnichtdaraufstehenvoneinemManndominiertzuwerden“ Gedanke über, ich öffne schnell die Augen und habe sofort eine sitzen. Shit, voll vergessen. Lernen durch Bestrafung funktioniert.

Er fängt an mich auszuziehen und ich beschließe, mich auf alles einfach einzulassen. Ich bin nur einmal jung.

Er zieht mich aus, beobachtet mich. Ich höre, wie er sich auch auszieht. Die Versuchung, zu gucken ist groß. Noch eine Ohrfeige riskieren? Er dreht mich so, dass ich auf dem Rücken liege. Setzt sich auf meinen Bauch, legt mir eine Hand um den Hals und schiebt zwei Finger in mich. Das ist heiß. Und er Fingert wie ein junger Gott. Ich stöhne, er erhöht den Druck auf meinen Hals. „Sei still. Beweg dich nicht.“ Wie soll das denn gehen? Ich winde mich unter ihm, er hört auf, bis ich ruhig liegen bleibe. Macht weiter. Hört abrupt auf, zieht mich nach oben, küsst mich und drückt meinen Kopf auf seinen Schwanz. Ich mache die Augen auf, sieht er ja nicht. Heilige Scheiße, sein Schwanz ist perfekt. Viele Männer denken, dass sei Frauen nicht so wichtig. Falsch gedacht.

Aber ich komme nicht dazu, ihn in den Mund zu nehmen. „Jetzt fangen wir an. Wenn du was nicht willst, sag das Safeword, dann höre ich sofort auf“ Wenn ich dann noch was sagen kann.

Er führt mich zu der Bondagebank und legt mich auf den Rücken. Zuerst fesselt er meine Hände kompliziert mit vielen Knoten über dem Kopf. Das Seil ist schwarz und erstaunlich weich. Dann drückt er meine Beine auseinander und fesselt meine Füße unter der Bank aneinander.

Dann habe ich seinen Schwanz in den Mund.

Er greift mir in die Haare, kontrolliert meine Bewegungen. Und das so lange, bis sein Schwanz komplett in meinem Rachen verschwindet. Deepthroat, super Sache, wenn man seinen Würgereflex im Griff hat. In dem Winkel ziemlich anstrengend, ich muss oft würgen, was mir die Tränen in die Augen treibt. Irgendwann hört er auf. Luft.

Als er die Fesseln löst, bin ich fast enttäuscht. Wars das schon? Ich setze mich auf, er küsst mich wieder. Schöner Kuss. Er hat mein Gesicht in beiden Händen, streichelt mich. „Du drehst dich jetzt um und legst dich mit dem Oberkörper über die Bank. Ich werde nur deine Arme fesseln. Und ich werde dich dafür bestrafen, dass du so oft würgen musstest. Wenn du dabei nur einen Ton von dir gibst, wird es schlimmer.“ Wie unfair.

Ich weiß nicht genau, was er vor hat, aber der erst Schlag, mit der flachen Hand auf meinem Arsch, sitzt. Und wie. Ich kann ein Stöhnen nicht unterdrücken. Er streichelt mich, schiebt meine Beine auseinander. Nächster Schlag. Es ist absurd, ich muss an unser aller liebster Hausfrauen S/M Roman „50 Shades of Grey“ denken. Ist es das, was sich 20 Millionen Frauen auf der Welt wünschen? Mit Romantik hat das wenig zu tun. Geil ist es trotzdem.

Die weiteren Schläge genieße ich irgendwie, kenn ich ja auch schon. Und ich bin tatsächlich überrascht, als ich direkt danach seinen Schwanz in mir spüre. Er fickt mich schnell und hart, meine Hüften scheuern an der Bank. Währenddessen befreit er meine Arme, zieht mich an den Haaren auf die Knie und stellt sich vor mich. „Bring mich mit dem Mund zum kommen. Und verliere nichts“ Ja, kann ich versuchen.

Ich lutsche gerne Schwänze, das ist auch nicht so schwer, ich denk nur immer daran, was ich geil fände und mach das. Funktioniert immer.

Er kommt, sein Sperma schmeckt sogar ganz gut, was man selten behaupten kann, und es ist viel. Mir läuft etwas das Kinn runter und tropft auf meine Brüste. Scheiße. Natürlich sieht er das auch. Aber er lächelt nur. Das macht mich noch nervöser.

Leg dich aufs Sofa und mach die Augen zu.“ Was hat er jetzt vor? Ich höre ihn in der Küche. Er kommt wieder, und legt mir beide Hände auf die Brüste. In jeder Hand einen Eiswürfel. Holy Shit, noch eine Premiere. Ich dreh durch, super sexy. Die Würfel schmelzen schnell, überall laufen kleine Rinnsale über meinen Körper. Softpornofeeling. Er fängt an mich zu lecken. Mich wundert es nicht, dass er scheinbar besser weiß, wo mein Kitzler liegt und was mich innerhalb weniger Momente kurz vor den Orgasmus bringt, als ich. Aber zum Orgasmus komme ich nicht, weil er einfach aufhört. Ich bin wirklich frustriert und will alleine weitermachen, als er mich umdreht und meine Hände wieder fesselt.

Ich bin irgendwie genervt und überlege, ob ich das Safeword sage, aber davon komme ich auch nicht. „Du musst noch viel lernen und weil es dein erstes Mal ist, werde ich nicht zu hart mit dir sein. Aber du hast mindestens zwei Aufgaben nicht erfüllt“ Mir fällt nicht nicht mal mehr eine ein, als ich höre, dass er seinen Gürtel aus seiner Hose, die neben dem Sofa liegt, löst. Das kann nicht sein Ernst sein. Vielleicht bin ich wirklich zu naiv, aber das Maximum in meiner Fantasie, war eine kleine Peitsche oder so. Den genauen Unterschied kann ich auch nicht erklären, aber ein Gürtel ist irgendwie beängstigender.

Er streichelt mich lange, was die Aufregung steigert, weil ich ja weiß, dass der erste Schlag kommt und jetzt will ich es auch wirklich wissen. Ich will gerade etwas sagen, als der Gürtel auf meinen Arsch knallt. Aua. „Ich werde jetzt noch neun mal zuschlagen und du wirst laut mitzählen. Und du wirst mir sagen, warum ich dich bestrafe“ Es ist wirklich erniedrigend, aber das soll es ja auch sein.

Als ich laut „Zehn“ sage, bin ich fix und fertig. Ich bleibe einfach liegen. Aber er dreht mich wieder auf den Rücken und guckt mich an. Ich schäme mich ein bisschen. Und schon ist er wieder in mir. Es fühlt sich komplett anders an als sonst. Ich bin absolut überreizt, irgendwo zwischen Orgasmus und Schmerzen. Wahnsinnige Mischung. Es dauert nicht lange und ich merke, wie sich wirklich jeder Nerv, jeder Muskeln zusammen zieht und ich mich komplett in einem Orgasmus auflöse, wie ich ihn selten hatte. Wow. Fuck. Was war das denn??? Mein erstes, nicht mehr ganz so anonymes, Sexdate.

NINA ist Berlinerin. Sie hat aus Versehen zwei Jahre in Düsseldorf gelebt, ist jetzt aber wieder in der Spreestadt gelandet und super happy damit! Die 28-Jährige ist studierte Chemikerin, nebenbei arbeitet sie aber gerne als Selektorin an den Türen der angesagtesten Clubs und streift durch das Berliner Nachtleben. Sie liebt Iggy Azalea und Vodka-Soda-Lime. Ach und Sex. Olé!

 

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